Eine kleine Auszeit muss nicht immer ein großer Ausflug oder eine Reise sein. Manchmal reicht es, einfach einen kleinen Abstecher an einen ungewöhnlichen Ort zu machen. Etwas, von dem nicht jeder weiß, dass es ihn gibt und das in keinem Touristenführer steht.

Manchmal entdeckt man etwas Besonderes, von dem man wiederum anderen Menschen erzählen kann. Und manchmal befriedigt man auch nur seine Neugier, weil man endlich weiß wie ein bestimmter Ort aussieht oder worum es sich handelt.

Um besondere oder ungewöhnliche Orte zu finden, muss man letztendlich nur aufmerksam mit offenen Augen und Ohren durch die Welt gehen. Doch es gibt auch noch ein paar weitere Möglichkeiten.

Hier findest du meine Liste mit Methoden um interessante und ungewöhnliche Orte in der eigenen Stadt zu entdecken und damit wieder ein Ziel für einen weiteren kleinen Ausflug und eine kleine Auszeit zu haben.

Nach interessanten Landmarken Ausschau halten

Wenn man unterwegs ist, egal ob zu Fuß, mit dem Auto oder der Bahn, sieht man oft auffällige Landmarken. Dies können beispielsweise Gebäude oder Türme sein.

Von solchen Orten mache ich ein Foto, um mich später daran zu erinnern. Wenn der Turm oder das Gebäude zu weit weg ist, setze ich einen Marker in Google Maps.

Irgendwann, wenn ich Zeit habe und das Wetter gut ist, packe ich einen kleinen Rucksack und mache mich auf den Weg an den Ort.

Auf diese Weise bin ich beispielsweise in Helsinki auf eine Reihe alter skandinavischer Villen gestoßen, von denen eine vom Zug aus zu sehen war. Teilweise waren die Gebäude in sehr schlechtem Zustand, teilweise auch schön renoviert. Eine davon wird von der Stadt als Atelier und Unterkunft an internationale Künstler vermietet. Außerdem gibt es ein Cafe mit tollem Blick auf die Stadt. Solche Dinge sind für mich sie eigentlichen Sehenswürdigkeiten einer Stadt.

Wenn du etwas Ungewöhnliches siehst, geh hin!

Ich habe schon viel Zeit damit verbracht irgendwelche seltsamen Dinge zu erkunden, die abseits vom Weg liegen. Nur, weil ich irgendwo einen Betonsockel oder einen Mast zwischen den Bäumen entdeckt habe.

Zugegeben, ein großes Geheimnis habe ich auf diese Weise noch nicht entdeckt. Trotzdem fühlt es sich immer ein bisschen nach Abenteuer an. Und oft stoße ich auf irgendwelche Bauwerke, die zwar im eigentlichen Sinne keine Sehenswürdigkeit sind, aber trotzdem eine Faszination auf mich ausüben.

Beispielsweise habe ich auf dem Weg in die Innenstadt immer diesen Betonturm in einem Wohngebiet gesehen. Ich war immer neugierig worum es sich dabei handelt, und so bin ich eines Tages dorthin gelaufen. Eigentlich hatte ich mit irgendeinem alten Industriegebäude gerechnet. Stattdessen ist es die wahrscheinlich hässlichste Kirche der Welt. Interessant war es trotzdem.

Google Maps auf der höchsten Zoomstufe erkunden

Auch mit Google Maps lassen sich interessante Orte finden. Mit blauen und grünen Markierungen werden besondere Orte angezeigt. Viele davon werden jedoch erst sichtbar, wenn man weit genug in die Karte hineinzoomt, da man ansonsten vor lauter Markierungen nichts mehr erkennen würde.

So verbringe ich immer wieder Zeit damit, Google Maps auf der höchsten Zoomstufe zu erkunden. Dabei bewege ich mich in Kreise um meinen derzeitigen Aufenthaltsort herum. Das tolle dabei ist, dass zu vielen Orten auch Fotos verfügbar sind. So kann man direkt einschätzen, ob es sich um einen Ort handelt, der einen Ausflug wert ist.

Auf diese Weise bin ich auf die ehemaligen Eisenbahnerhäuser in Stuttgart gestoßen.

Aktiv und aufmerksam zuhören

Manchmal werden in Gesprächen nebenbei Orte erwähnt, die einen Ausflug wert sind. Vielleicht fragt dich jemand: „Hey, warst du schon mal beim Italiener im Süden der Stadt, neben dem Kanonenturm?“

Nun ja, eigentlich geht es um ein italienisches Restaurant, aber was ist denn der Kanonenturm? Vielleicht ist das ja ein Ziel für einen kleinen Ausflug.

Auf diese Weise bin ich beispielsweise auf die Panzerstraße (eigentlich Römerstraße) im Süden von Stuttgart gestoßen. Die Pflastersteinstraße verbindet Stuttgart-Vaihingen und Böblingen und wurde ca. 1936 gebaut um zwei Panzerkasernen zu verbinden. Heute ist die Straße für den Verkehr gesperrt, wird aber von vielen Fahrradfahrern genutzt. Mittlerweile wird die Straße teilweise asphaltiert um als offizieller Radschnellweg genutzt zu werden. Ich bin daher froh, dass ich die Panzerstraße noch in ihrem ursprünglichen Zustand gesehen habe.

Zeitungsartikel

Auch Zeitungsartikel oder auch Artikel im Amtsblatt können über interessante Orte berichten. Mein Ausflug zu den horizontalen Bäumen von Stuttgart ging auf einen Artikel im Stuttgarter Amtsblatt zurück. Dort ging es um Maßnahmen zur Luftverbesserung in der Innenstadt.

Wander- und Outdoor-Apps

Auch Wander- und Outdoor-Apps sind eine tolle Möglichkeit um besondere Orte oder Ausflugsziele in der Umgebung zu entdecken.

Auch wenn diese häufig eher zur Planung von Wanderungen oder sportlichen Aktivitäten gedacht sind, sind oft Landmarken und besondere Orte auf den Karten markiert. Beispielsweise Aussichtspunkte. Ähnlich wie bei Google Maps kann man einfach über die Karte scrollen und schauen, welche Orte in der Umgebung markiert sind.

Der eigentliche Nutzen dieser Apps (z.B. Komoot oder AllTrails) sind die Wanderungen und Ausflüge, die andere Leute erstellt haben. Hier werden lohnende Ausflugsziele oder einfach schöne Strecken vorgestellt. Häufig mit vielen Bildern versehen. So lassen sich tolle Orte oder Routen für eine Wanderung oder einen ausgedehnten Sonntagsspaziergang finden.

Lokale Wanderwege

Viele Städte und Gemeinden haben lokale Rundwanderwege geplant und ausgezeichnet. Häufig haben diese Wege ein Thema (Stadtbefestigung, Stadtrundgang, Weinbau) und führen zu verschiedenen Orten, die zum Thema passen.

Das Tolle daran ist, dass sich hier schon jemand anderes Gedanken gemacht hat, welche Wegführung sinnvoll ist und welche Orte sehenswert sind. So muss man selbst nur noch losgehen und genießen.

Schon häufig habe ich mich über die kleinen Schilder mit einer Hexe gewundert, die überall in meine Umgebung zu finden sind. Eines Tages habe ich mich informiert und herausgefunden, dass es sich um den Hexenweg handelt der einige der südlichen Stadtteile Stuttgarts verbindet. Also bin ich eines Tages den Hexenweg entlang gelaufen und bin wieder an Orten vorbeigekommen, von denen ich bisher nicht wusste, dass es sie gibt.

Ich entdecke meine Umgebung gerne zu Fuß. Das braucht natürlich viel Zeit und oft „entgehen“ mir Sehenswürdigkeiten, die alle anderen besuchen. Schon oft haben sich Leute gewundert, warum ich im Urlaub einen Großteil der Touristischen Attraktionen links liegen lasse und stattdessen einfach durch die Stadt laufe.

Die oben beschriebenen Tipps sind meine Lieblingsmethoden um meine Umgebung trotzdem einigermaßen geplant zu erkunden.

Hast du noch weitere Tipps & Ideen? Dann lass mir gerne einen Kommentar da.

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