Um nach Feierabend ein bisschen an die frische Luft zu kommen, nehme ich mir immer wieder kleine Projekte vor. Beispielsweise alle Aussichtspunkte der Stadt zu besuchen. Was dabei herausgekommen ist, erfährst du im Beitrag [Meine Top Aussichtspunkte in Stuttgart].

Die letzten Monate habe ich damit verbracht, einmal durch alle Parks von Stuttgart zu laufen. Auch dieses ist nun abgeschlossen und das Ergebnis siehst du hier in diesem Beitrag.

Zuerst stellt sich Frage, was denn überhaupt als Park zählt. Grünflächen in Wohngebieten, Spiel- und Bolzplätze gibt es unzählige. Ich habe mich dann entschieden, die offiziellen Parklandschaften zu erkunden, die vom städtischen Garten‐, Friedhofs‐ und Forstamt gepflegt und als Park- und Grünanlagen bezeichnet werden. Und davon gibt es immerhin 28 Stück.

Karte der Parks und Grünanlagen in Stuttgart

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Unteres Feuerbacher Tal

Das untere Feuerbacher Tal befindet sich auf dem Stadtplan ganz oben, nämlich ganz im Norden der Stadt. Es handelt sich um ein 48 Hektar großes Waldgebiet, das außerdem als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist und viele Biotope wie Wiesen, Hecken und eben Wald beheimatet.

Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, sind natürlich auch die möglichen Freizeitaktivitäten eingeschränkt. Das untere Feuerbacher Tal ist daher besonders für Spaziergänge geeignet.

Schlosspark Mühlhausen

Beim Schlosspark Mühlhausen handelt es sich um eine 8 Hektar große historische Parkanlage. Neben den Überresten einer alten Burg, der Engelburg, befindet sich hier das kleine Palm’sche Schloss, in welchem sich heute das Bürgerbüro Mühlhausen und andere städtische Einrichtungen befinden.

Von den Außerdem befindet sich im Park ein kleiner Spielplatz mit Tischtennisplatte. Der Schlosspark Mühlhausen befindet sich in einer Hanglage und ist dementsprechend steil.

Etwas abseits des Schlosses befinden sich drei gut sichtbare Tunneleingänge, die mit Holztoren verschlossen sind. Hierbei handelt es sich um die Eingänge der Pionierstollen Mühlhausen. Eine ehemalige Luftschutzanlage aus dem Zweiten Weltkrieg, die 400 Personen Schutz vor Luftangriffen bieten sollte. Im Gegensatz zu Bunkern verfügten die Pioniersollen jedoch nicht über Decken und Wände aus Stahlbeton, sondern waren lediglich als Tunnel in den Hang angelegt, die mit Holz abgestützt wurden. Weitere Infos zu den Stollen und Führungen gibt es beim Verein Schutzbauten Stuttgart.

Naherholungsgebiet Max-Eyth-See

Der Naherholungsgebiet Max-Eyth-See ist, neben dem Schlosspark, wahrscheinlich die beliebteste Parkanlage der Stadt. Kein Wunder. Wasser sorgt immer für einen ganz besonderen Erholungs- und Entspannungsfaktor und der Max-Eyth-See ist immerhin das größte Gewässer der Stadt.

Es gibt große Liegewiesen, viel Gastronomie, einen Bootsverleih und Grillplätze. Hier ist immer etwas los. Besonders am Wochenende bei schönem Wetter kann es auf dem rund 54 Hektar großen Areal ziemlich voll werden. Die Wiesen sind jedoch so groß, dass man hier trotzdem ausreichend Platz finden wird.

Grünanlage Tapach

Gegenüber dem Naherholungsgebiet Max-Eyth-See, auf der anderen Seite des Neckars befindet sich die Grünanlage Tapach.

Die knapp 18 Hektar große Anlage bietet einen großen Spielplatz, einen Bolzplatz, Liegewiesen und Grillplatz. Außerdem gibt es einen kleinen abgesperrten Hundeplatz, auf dem man seinen Hund frei laufen lassen darf.

Besonders auffallend war, dass auf den Liegewiesen mehrere Holzliegen aufgestellt waren. Wer sich zum Sonnen nicht ins Gras legen will, kann sich auf einer der Liegen niederlassen. Oberhalb der Liegewiesen befindet sich außerdem ein Trinkwasserbrunnen.

Grünanlage Grüner Heiner

Wer schon einmal über die A81 von Norden kommend nach Stuttgart gefahren ist, hat garantiert auch den Grünen Heiner gesehen. Der rund 90 m hohe Schuttberg ist weithin zu sehen und durch das markante Windrad auf der Spitze besonders auffällig.

Am Fuß des Hügels gibt es einen großen Parkplatz. Mit einem kleinen Spaziergang lässt sich der Grüne Heiner aber auch ohne Auto vom Bahnhof Korntal erreichen.

Auf der Spitze befindet sich eine Aussichtsplattform mit tollem Blick über die umliegende Landschaft. Bei gutem Wetter kann man sogar das Bosch-Hochhaus in Schwieberdingen in der Ferne erkennen.

Die Grünanlage ist wegen des beständigen Windes bei Modell- und Drachenfliegern beliebt. Allerdings ist Modellfliegen mittlerweile nur noch in bestimmten Bereichen und unter Aufsicht eines Flugleiters gestattet.

Ein großer Grillplatz ist ebenfalls vorhanden.

Travertinpark

Der relativ kleine 5,9 Hektar umfassende Travertinpark liegt an einem Wohngebiet oberhalb des Kohlekraftwerks Münster. Thema des Parks ist die Geschichte und Gewinnung des Cannstatter Travertins, ein Kalkstein.

Neben mehreren Infotafeln gibt es restaurierte Anlagen des ehemaligen Steinbruchs zu sehen, mit welchen früher die Steine bearbeitet und transportiert wurden. Außerdem gibt es im Park einen kleinen Spielplatz. Ich liebe diese Parks, die außer Wiesen und Bäumen noch etwas Besonderes zu bieten haben, dass sie von all den anderen Parks unterscheidet. Der Travertinpark ist ohne Zweifel ein solcher Park.

Kurpark / Kursaalanlagen Bad Canstatt

16,6 Hektar umfasst der historische Kurpark, bzw. die Kursaalanlagen Bad Canstatt und unterteilt sich in zwei Teile.

Der untere Teil, der direkt zum Kursaal führt, ist eher ordentlich und geometrisch angeordnet. Hier befinden sich Spielplätze, Wasserspiele und Liegewiesen.

Der obere Teil des Kurparks ist eher naturnah angelegt. Zwischen geschwungenen Wegen befindet sich ein alter Musikpavillon, Liegewiesen und viele, teilweise sehr alte Bäume.

Alter Friedhof Feuerbach

Der alte Friedhof in Feuerbach ist, wie der Name subtil andeutet, ein alter Friedhof. 1699 angelegt und 1899 wieder aufgehoben, wurde das Gelände jedoch erst 1915 zum Park umgestaltet.

Der kleine Park befindet sich in einem Wohngebiet und bietet neben Sitzmöglichkeiten auch einen Spielplatz und dient den Menschen die in der Umgebung wohnen zur Erholung.

Leibfriedscher Garten

Mit knapp 5 Hektar ist der Leibfriedsche Garten eine relativ kleine Grünanlage. Trotzdem hat die Anlage etwas ganz besonderes zu Bieten.

Versteckt in einem kleinen Waldstück hinter Bäumen befindet sich vielleicht Stuttgarts einziger Lost Place. Hier findet man zum einen die alten Überreste der Villa Moser. Einer ehemals stattlichen Villa des Stuttgarter Unternehmers, die 1975 erbaut und 1944 bei einem Luftangriff bis auf die Grundmauern zerstört wurde. Der Eintrag auf Wikipedia enthält eine Zeichnung, die das ursprüngliche Aussehen der Villa zeigt.

Heute findet man im Leibfriedschen Garten nur noch die verfallenen Treppen des ehemals so stattlichen Aufgangs zur Villa.

Außerdem findet man hier noch die verfallenen Überreste der Kunststation Villa Moser (Wikipedia). Eine Installation die zur Internationalen Gartenausstellung 1993 errichtet wurde.

Noch gut erhalten ist die Bastion Leibfried. Dabei handelt es sich um einen künstlichen Aussichtshügel, von welchem man einen tollen Blick über den Norden der Stadt hat. Der Leibfriedsche Garten ist Teil des „Grünen U“ und verbindet die den Rosensteinpark und den Wartberg.

Höhenpark Killesberg

Der Höhenpark Killesberg hat eine Fläche von rund 46 Hektar. Er ist der Park, der eindeutig die meisten Attraktionen zu bieten hat.

Der Killesbergturm ist einer der spektakulärsten Aussichtspunkte Stuttgarts. Mehr zum Turm erfährst du im Beitrag [Meine 14 Top Aussichtspunkte in Stuttgart].

Als Zweites fällt wahrscheinlich die kleine Schienenanlage auf, die such durch den ganzen Park zieht. Das Streckennetz der „Killesbergbahn“ umfasst 2,1 Kilometer, die Bahn hat eine Spurweite von 15 britischen Zoll, was 381 Milimetern entspricht. Es kommen unterschiedliche Loks zum Einsatz, unter anderem eine echte Dampflokomotive und mehrere Dieselloks. Die Lokomotiven ziehen Personenwägen, mit denen sich Erwachsene für 3€ und Kinder für 1,5€ durch den Park fahren lassen können. Auch die Killesbergbahn hat einen eigenen umfangreichen Artikel in der Wikipedia.

Geht man zu Fuß durch den Park fallen einem die vielen Bahnübergänge auf, die wirklich funktionieren. Nähert sich ein Zug, blinkt das rote Licht am Übergang und es ertönt das typische Warnsignal.

Außerdem gibt es einen Streichelzoo und weitere Tiergehege mit Flamingos, Ziegen und Alpakas.

Es gibt Biergärten und Cafés, einen Spielplatz, eine Freilichtbühne für Veranstaltungen und natürlich Liegewiesen.

Insbesondere mit Kindern, aber auch für Erwachsene ist der Höhenpark Killesberg ein lohnendes Ausflugsziel. Insbesondere am Wochenende im Sommer, wenn die Killesbergbahn mit ihrer Dampflokomotive unterwegs ist.

Wartberg

Die knapp 11 Hektar große Parkanlage Wartberg liegt an einem Hang und ist überwiegend sehr steil. Hier befinden sich eine Aussichtsplattform, Kleingartensiedlungen und sogar ein kleines Restaurant.

Etwas Besonderes ist der kleine Wasserspielplatz. Hier können Kinder mit Pumpen und drehenden Spiralen etc. Wasser durch verschiedene Becken befördern.

Am Fuß des Wartbergs befindet sich der Egelsee. Eine offen angelegte Parkanlage mit See und Wasserspielen.

Rosensteinpark

Der Rosensteinpark ist so groß wie unspektakulär. Mit 64 Hektar ist er einer der größten Parks und zentraler Teil des „Grünen U“.

Der Eingang im Norden ist das durchaus eindrucksvolle Löwentor. Außerdem liegt die Wilhelma (der Stuttgarter Zoo) und das Naturkundemuseum am Rosensteinpark und natürlich gibt es einen Spielplatz.

Ansonsten besteht der Park aus alten Bäumen und großen Wiesen, die jedoch überwiegend als Futterwiesen verwendet werden und nicht betreten werden dürfen.

Damit ist der Rosensteinpark der perfekte Ort zum Joggen, Radfahren oder einfach um spazieren zu gehen.

Feuerbacher Heide / Bismarckturm

Direkt neben dem Bismarckturm liegt die Feuerbacher Heide. Vom Bismarckturm hat man eine tolle Aussicht auf die Stadt, auch ohne den Turm zu besteigen. Aus diesem Grund habe ich diesen Ort bereits im Artikel [Die 14 tollsten Aussichtspunkte in Stuttgart] erwähnt.

Begibt man sich auf die andere, der Stadt abgewandten Seite, kommt man zur Feuerbacher Heide. Eine große grüne Freifläche, die auch als Schafweide genutzt wird.

Schlossgarten

Der rund 600 Jahre alte Schlossgarten unterteilt sich in drei Parkanlagen. Den oberen, den mittleren und den unteren Schlossgarten. Mit rund 64 Hektar ist er ebenso groß wie der Rosensteinpark. Allerdings ist der Schlossgarten relativ schmal, dafür sehr lang.

Der untere Schlossgarten grenzt an den Rosensteinpark. Der obere Schlossgarten befindet sich mitten im Stadtzentrum und endet am Schlossplatz.

Unterer Schlossgarten

Der untere Schlossgarten ist perfekt, wenn man etwas Abstand vom Trubel der Innenstadt haben möchte. Es gibt Kioske und einen Spielplatz. Im Norden befinden sich kleinere Seen und mehrere Wasserläufe durchziehen den Park und sind von großen Wiesenflächen umgeben.

Da sich die Parkanlage schon nahe am Stadtzentrum befindet, ist hier bei schönem Wetter immer etwas los. Aufgrund der Größe des Parks ist es jedoch auch im Sommer kein Problem ein ruhiges Plätzchen zu finden.

Mittlerer Schlossgarten

Im mittleren Schlossgarten befindet sich das Stuttgarter Planetarium, ein Café und ein Biergarten ein See und ein Spielplatz. Ein Großteil der Parkanlage ist allerdings mittlerweile zur Baustelle geworden. Denn hier befindet sich ein großer Teil des neuen Bahnhofs „Stuttgart 21“.

Oberer Schlossgarten

Zentraler als der Obere Schlossgarten kann ein Park nicht sein. Er beginnt direkt am Hauptbahnhof und ein großer Teil der Stuttgarter Sehenswürdigkeiten liegen am Oberen Schlossgarten.

So ist Stuttgarts größte Einkaufsstraße nur durch eine Gebäudereihe vom Park getrennt. Auch der Schlossplatz mit Altem und Neuen Schloss sowie das Opernhaus liegen direkt am Oberen Schlossgarten. Und auch der Landtag von Baden-Württemberg befindet sich in unmittelbarer Nähe.

Wer schon einmal in Stuttgart war, war mit ziemlicher Sicherheit auch schon im Oberen Schlossgarten.

Villa Berg

Der rund 19,6 Hektar große historische Park um die Villa Berg ist eines meiner Highlights, was Parks in Stuttgart angeht. Zumindest derzeit noch. Wahrscheinlich wird sich das ändern, wenn die Villa Berg und der dazugehörige Garten irgendwann restauriert werden. Dann wird es wohl einfach ein weiterer Veranstaltungsort sein, der, wie viel zu viel in dieser Stadt auf Hochglanz poliert ist. Läuft alles nach Plan, wird dies voraussichtlich Ende 2025 der Fall sein.

Bis dahin geht von der einst so stolzen Villa Berg und dem verwilderten Garten ein Charme aus, den man in Stuttgart kaum noch findet.

Die 1845 erbaute prunkvolle Villa diente ursprünglich dem württembergischen Kronprinzen und späteren Königspaar Karl und Olga als Sommerresidenz, wurde im Zweiten Weltkrieg jedoch stark beschädigt. Nach dem Krieg wurde die Villa vom SWR vereinfacht wieder aufgebaut und als Sendesaal und für Konzerte genutzt. Nach mehreren Besitzerwechseln ging die Villa wieder in den Besitz der Stadt über. Die Villa selbst ist abgesperrt und nicht zugänglich. Ebenso der alte Garten.

Öffentlich zugänglich ist die umgebende Parkanlage, in der sich auch ein Rosengarten mit Wasserspiel befindet.

Chinagarten

Der chinesische Garten, oder auch Chinagarten ist wahrscheinlich der kleinste und gleichzeitig ein ganz besonderer Park. Von der lediglich 1.500 Quadratmeter große Anlage hat man außerdem einen guten Blick auf die Innenstadt.

Ursprünglich handelte es sich um einen der Nationalgärten für die IGA 1993. Nach dem Ende der Ausstellung wurde der Chinagarten an seinen derzeitigen Platz versetzt.

Es handelt sich um eine kleine Parkanlage mit chinesischen Pavillons, einer Teichanlage mit kleinem Wasserfall und natürlich Pflanzen und Bäume. Alle Details zu diesem Park gibt es auf chinagarten-stuttgart.de

Stadtgarten

Der ca. 3 Hektar große Stadtgarten ist ein zentral gelegener Park, der direkt am Campus Stadtmitte der Uni Stuttgart liegt. Ein Spielplatz ist vorhanden und gibt es eine Reihe Skulpturen und Kunstwerke zu sehen.

Außerdem steht ein auffälliger Taubenturm im Stadtgarten. Dieser Taubenschlag ist Teil eines Projektes zur tierfreundlichen Regulierung des Taubenbestands in der Stadt. Die Vögel werden hier mit Nahrung und Wasser versorgt. Um ein unkontrolliertes Wachstum des Taubenbestands zu verhindern, werden die Eier der Tauben regelmäßig durch Imitate aus Plastik ersetzt. So soll für einen kleinen aber gesunden Taubenbestand in der Stadt gesorgt werden.

Klingenbachanlage

Die etwa 4,4 Hektar kleine Klingenbachanlage ist eine gepflegte langgezogene Parkanlage, die vor allem von den Bewohnern der umliegenden Wohngebiete genutzt wird. Es gibt einen Spielplatz, Tischtennistische und einen Kiosk. Ansonsten besteht die Anlage aus großen Wiesen die im Sommer als Liegeflächen genutzt werden.

Egelseer Heide

Die Egelseer Heide ist eine rund 4 Hektar große Grünfläche, die etwas außerhalb der Stadt in der Nähe der Grabkapelle auf dem Württemberg zu finden ist. Sie liegt direkt an den Weinbergen und bietet einen tollen Blick auf die Stadt.

Die Egelseer Heide ist zum Picknicken und Drachensteigen beliebt. Außerdem gibt es einige Grillplätze, sodass sich mehrere Gruppen hier zum Grillen treffen können. Ein Spielplatz ist ebenfalls vorhanden.

Wer dem Trubel der Stadt entfliehen will, findet in den angrenzenden Weinbergen und einem großen Waldgebiet ausreichend Raum für ausgedehnte Spaziergänge und kleine Wanderungen.

Villa Scheufelen

Der Park Villa Scheufelen ist mit knapp 1,2 Hektar ziemlich klein und der Eingang relativ schwer zu finden. Denn es gibt nur einen und dieser sieht aus wie die Einfahrt zu einem Privatgrundstück, was er vermutlich auch einmal war. Glücklicherweise weist ein Schild darauf hin, dass es sich um den Eingang zum Park handelt.

Dieser liegt sehr steil am Hang und besteht überwiegend aus Obstbaumwiesen. Im oberen Teil gibt es Ecken, die etwas verwunschen wirken und dicht bewachsen sind. Der Bereich scheint wohl vor allem von der Kita genutzt zu werden, die direkt am Park liegt.

Der Park Villa Scheufelen lockert als Grünanlage die Wohngebiete auf und ist ansonsten unscheinbar. Wichtig für das Stadtklima, ein extra Ausflug hierhin lohnt sich eher nicht.

Leipziger Platz

Der Leipziger Platz ist ein kleiner Park inmitten eines sehr dicht bebauten Gebiets. Mit knapp 1,7 Hektar ist er relativ klein und insbesondere für die Anwohner der umliegenden Wohngebiete interessant.

Für ausgedehnte Spaziergänge ist der Park zu klein. Es ist jedoch ein Spielplatz und eine Boccia-Bahn vorhanden.

Für die angrenzenden Wohngebiete ist der Park sicher eine große Bereicherung. Ein Ausflugsziel ist er jedoch nicht.

Karlshöhe

Die Karlshöhe ist vor allem wegen des Biergartens und wegen der tollen Aussicht bekannt und beliebt. Aus diesem Grund ist sie nicht nur in diesem Beitrag aufgeführt, sondern auch im Beitrag [Die 14 tollsten Aussichtspunkte in Stuttgart].

Von der Terrasse des Biergartens hat man einen tollen Blick auf die Stadt. Direkt unterhalb gibt es Wiesen und Sitzmöglichkeiten für diejenigen, die zwar die Aussicht genießen, aber nicht den Biergarten besuchen wollen. Außerdem ist ein relativ großer Spielplatz vorhanden, der etwas versteckt im Wald hinter dem Biergarten liegt. Mit rund 5,5 Hektar ist der Park mittelgroß.

Durch die zentrale Lage ist die Karlshöhe aus der Innenstadt gut zu Fuß zu erreichen und daher bei schönem Wetter, insbesondere am Wochenende gut besucht.

Weißenburgpark

Auch wenn es sich mit knapp 4 Hektar um einen relativ kleinen Park handelt, ist der Weißenburgpark wahrscheinlich einer der beliebtesten Parks der Stadt. Er liegt im Südosten der Stadt auf einem Hügel. Vom Rondell der Aussichtsplattform hat man einen fantastischen Blick über die Stadt.

Unterhalb der Aussichtsplattform gibt es großflächige Liegewiesen, die, aufgrund der Hanglage, alle mehr oder weniger steil sind.

Das Teehaus im Weißenburgpark ist ein denkmalgeschützter Jugendstil-Pavillon mit Restaurant mit Teich und großer Terrasse. Hier bekommt man neben Getränken auch Kuchen, Snacks sowie schwäbischen und internationalen Gerichte.

Diese Kombination aus Aussichtspunkt, Liegeflächen und Gastronomie sorgt dafür, dass hier, insbesondere bei schönem Wetter, immer etwas los ist.

Wernhalde

Rund 6,5 Hektar groß ist die Wernhalde. Ein naturnaher Landschaftspark, in welchem mir besonders die teilweise sehr großen und alten Nadelbäume aufgefallen sind.

Der Park liegt an der Weinsteige und ist sehr steil, lässt sich aber prima mit der Stadtbahn erreichen. Aufgrund der Hanglage Stadtrand hat man stellenweise einen tollen Blick auf die Innenstadt.

Liegeflächen oder einen Spielplatz gibt es nicht. Zumindest ersteres wäre wegen der extremen Hanglage auch schwierig umzusetzen. Sitzplätze sind stellenweise vorhanden. Durch die steile Lage können auch Spaziergänge anstrengend werden, je nachdem wie schnell man unterwegs ist.

Wer jedoch gerne Waldspaziergänge macht und es gemütlich angehen lässt, der findet dafür in der Wernhalde einen passenden und zentrumsnahen Ort.

Eichenhain

Mit 34 Hektar zählt der Eichenhain zu den großen Grünanlagen und der Name verrät bereits, was einen hier erwartet. Das besondere ist der Bestand an unglaublich vielen, unglaublich alten Eichen. Die Bäume sind teilweise bis zu 300 Jahre alt und haben mehrere Meter dicke Stämme.

Um den ehemaligen Weidewald zu erhalten, ist dieser seit 1958 Naturschutzgebiet. Die Grasflächen werden auch heute noch von Schafen beweidet, die das natürliche offene Bild der Landschaft erhalten.

Es wurden Wege zum Spazierengehen angelegt und Bänke zum Ausruhen aufgestellt. Da es sich um ein Naturschutzgebiet handelt, gibt es größere Einschränkungen was die Freizeitnutzung des Gebiets angeht, als bei reinen Erholungsparks. So dürfen Wege nicht verlassen und Pflanzen nicht gepflückt werden. Hunde sind an der Leine zu führen.

Allein wegen der vielen alten Bäume ist der Eichenhain einen Ausflug wert. Für Kinder sind außerdem die Schafe interessant. Im Frühjahr kann man diese sogar mit ihren kleinen Lämmern auf den Weiden antreffen.

Stadtpark Vaihingen

Der Stadtpark Vaihingen ist ein relativ kleiner Park, der jedoch günstig direkt neben dem Bahnhof Stuttgart Vaihingen liegt. Das hat zu Folge, dass es natürlich, gerade am Wochenende auch ein beliebter Treffpunkt ist, was leider dafür sorgt, dass immer relativ viel Müll herumliegt.

Abgesehen davon, ist der Park schön und vielfältig. Es gibt einen Teich mit bunten Blumenbeeten und Sitzgelegenheiten. Außerdem Rasenflächen und schattenspendende Bäume. Ein Spielplatz ist natürlich ebenfalls vorhanden.

Rohrer Park

Klein aber fein trifft auf den nur 1,5 Hektar großen Rohrer Park definitiv zu. Es gibt zwei kleine Spielplätze und natürlich Rasenflächen. Bänke sind sinnvoll an schattigen Stellen aufgestellt.

Außerdem gibt es einen kleinen Wasserlauf und zwei Teiche mit Enten. Wasser und Tiere erhöhen den Erholungsfaktor für mich immer ungemein. Dafür ist ein Ententeich schon völlig ausreichend.

Hohenheimer Gärten

Die Hohenheimer Gärten sind definitiv meine Favoriten unter den Stuttgarter Grünanlagen. Sie sind in vielerlei Hinsicht etwas Besonderes. Zum einen sind sie mit 34 Hektar riesig.

Sie gehören zur Universität Hohenheim und unterteilen sich in drei unterschiedliche, jedoch zusammenhängende Anlagen. Den historischen Gärten, die zum Schloss Hohenheim gehören. Dem exotischen und dem botanischen Garten der Uni Hohenheim.

Da es sich bei den Hohenheimer Gärten letztendlich um eine wissenschaftliche Einrichtung handelt, gibt es Einschränkungen in der Nutzung. So ist Alkoholkonsum verboten und Rasenflächen dürfen nicht als Liegewiesen, zum Sport etc. genutzt werden. Sie sind daher kein typischer Park.

Dafür handelt es sich wahrscheinlich um die abwechslungsreichste und am liebevollsten gepflegte Grünanlage der Stadt. Ein Spielplatz für Kinder ist auch hier vorhanden und eine Vielzahl an Bänken und Sitzmöglichkeiten kann man zum Ausruhen und Entspannen nutzen.

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