Das Elbsandsteingebirge ist ein Mittelgebirge, das vor allem für seine bizarren Felsformationen bekannt ist. Es liegt teilweise in Deutschland (Sachsen) und teilweise in Tschechien. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges wird im Allgemeinen auch als Sächsische Schweiz bezeichnet.

Im Gegensatz zu anderen Gebirgen, ist die Landschaft des Elbsandsteingebirges stark zerklüftet und geprägt von großen Waldbereichen, aus denen immer wieder riesige Steinformationen emporragen.

Anreise mit dem ÖPNV in die Sächsische Schweiz

Das Elbsandsteingebirge und die Sächsische Schweiz lässt sich prima mit dem Zug erreichen. Je nachdem, an welchen Ort man fährt, beträgt die Fahrzeit 30-45 Minuten. Von Dresden Hauptbahnhof pendelt die S-Bahn S1 im 30-Minuten-Takt in die Sächsische Schweiz.

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  • Zur Basteibrücke: Von Dresden HBF nach Kurort Rathen. Fahrzeit 30 Minuten.
  • Zur Festung Königstein: Von Dresden HBF nach Königstein, Fahrzeit 40 Minuten. Von Kurort Rathen nach Königstein, Fahrzeit 10 Minuten.
  • Zu den Schrammsteinen und Schrammsteinaussicht: Von Dresden HBF nach Bad Schandau, Fahrzeit 45 Minuten. Von Kurort Rathen (Basteibrücke) nach Bad Schandau, Fahrzeit 15 Minuten.

Wandern in der Sächsischen Schweiz

Aufgrund der besonderen Landschaft ist die Sächsische Schweiz sowohl zum Wandern als auch zum Klettern sehr beliebt. Ein Großteil des Gebiets liegt im Nationalpark Sächsische Schweiz, wo zum Schutz der Natur besondere Regeln für Wanderer gelten. So dürfen Wege nicht verlassen werden und in der Kernzone des Nationalparks dürfen nur die entsprechend gekennzeichneten Wege genutzt werden (d.h. man darf nicht auf allen vorhandenen Wegen auch wandern).

Einer der bekanntesten Wanderwege in der Sächsischen Schweiz ist der rund 116 Kilometer lange Malerweg, auf dessen Schilder man regelmäßig stößt, wenn man in der Gegen zu Fuß unterwegs ist.

Es gibt jedoch auch eine Vielzahl an kurzen Rundwanderwegen, die man z.B. in den gängigen Outdoor-Apps wie Komoot oder Outdooractive findet. Viele der Wege führen zu Highlights der Sächsischen Schweiz wie dem Schrammsteintor, den Schwedenlöchern und natürlich der Basteibrücke.

Das Elbsandsteingebirge ist wahrscheinlich eine der beliebtesten Wanderregionen Deutschlands. Mit Sicherheit aber eines der touristischen Highlights Sachsens. Dementsprechend voll kann es auch werden.

Wer die Gegend in Ruhe genießen möchte, sollte die schönen Sommerwochenenden lieber meiden oder früh aufbrechen. Denn gerade in der Umgebung der Highlights kann es an Leitern und engen Stellen durchaus etwas stauen.

Doch gerade die zahlreichen gut ausgebauten Klettersteige mit ihren Brücken und Leitern gehören zu den besonders lohnenswerten Routen.

Bastei und Basteibrücke

Die Bastei ist eine Felsformation mit Aussichtsplattform in der Sächsischen Schweiz und zählt mit der Basteibrücke zu den meistbesuchten Touristenattraktionen der Gegend.

Auf der Bastei befindet sich eine Aussichtsplattform mit tollem Blick über die Elbe und das Elbsandsteingebirge. Außerdem gibt es ein Hotel mit Restaurant.

Abgetrennt durch eine Schlucht befinden sich die Überreste der Felsenburg Neurathen in den Basteifelsen. Den Zugang zur Burg bildet die berühmte Basteibrücke.

Die heute bekannte Sandsteinbrücke mit ihren sieben Bögen existiert jedoch erst seit 1851. Vorher stand an dieser Stelle eine Holzbrücke, die aufgrund von Baufälligkeit durch die heute noch vorhandene Bogenbrücke ersetzt wurde.

Das Bild von Bastei und Basteibrücke ist ein weltbekanntes Fotomotiv.

Da es sich um eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Sächsischen Schweiz und um ein begehrtes Fotomotiv handelt, kann es auf der Basteibrücke sehr voll werden.

Wann ist der beste Zeitpunkt, um die Basteibrücke zu besichtigen?

Die Basteibrücke ist das beliebteste Ausflugsziel der Region und dementsprechend voll kann es auf der Brücke werden. Insbesondere bei schönem Wetter und am Wochenende.

Wenn du die Basteibrücke relativ menschenleer erleben und fotografieren willst, solltest du das Wochenende meiden und die Brücke so früh wie möglich besuchen.

Am besten planst du einen Besuch so, dass du im Sommer spätestens um 08:00 Uhr vor Ort bist. Je früher, desto besser. Bei schönem Wetter füllt sich die Brücke ab 9:00 Uhr zusehends.

Kostet die Bastei und Basteibrücke Eintritt?

Der Besuch der Bastei und der Basteibrücke kostet keinen Eintritt und es gibt auch keine Zugangskontrollen. Nur für den Besuch der Felsenburg Neurathen sind 2,50€ Eintritt fällig.

Wie sind die Öffnungszeiten von Bastei und Basteibrücke?

Die Bastei und die Basteibrücke können jederzeit, das ganze Jahr hindurch besucht werden. Es gibt keine Öffnungszeiten und auch keine Zugangskontrollen. Die Bastei und Basteibrücke sind jederzeit öffentlich zugänglich.

Anfahrt mit ÖPNV und Wanderung zur Basteibrücke

Der nächstgelegene Bahnhof zur Basteibrücke ist der Bahnhof Kurort Rathen. Es gibt eine Direktverbindung ab Dresden Hauptbahnhof, die Fahrzeit beträgt etwa 30 Minuten.

Anschließend muss man mit der Fähre die Elbe überqueren, da sich der Bahnhof und die Basteibrücke nicht auf derselben Seite der Elbe befinden und es keine Brücke gibt. Aktuelle Fährzeiten und Preise findet man auf der Webseite des Kurorts Rathen.

Auf der anderen Seite angekommen, dauert der Fußweg zur Basteibrücke etwa 30 Minuten und ist gut ausgeschildert.

Felsenburg Neurathen

Wenn man die Basteibrücke überquert, erreicht man die Überreste der Felsenburg Neurathen. Der Eintritt kostete zur Zeit meines Besuchs 2,50€ und die Besichtigung empfehle ich unbedingt.

Die Burg wurde 1289 erstmals urkundlich erwähnt. Da die Bauten überwiegend aus Holz bestanden, sind heute nur noch wenige Überreste der Felsenburg zu finden, wie beispielsweise die gemauerte Zisterne. Trotzdem sind viele Überreste der in den Felsen gebauten Burg sichtbar, wie ausgehauene Räume und Balkenauflagen.

An einigen Stellen wurden die Holzkonstruktionen rekonstruiert. Darüber hinaus informieren Tafeln über die Funktion einzelner Räume und Orte, deren Existenz beispielsweise durch flache bearbeitete Felsplateaus erkennbar ist.

Fast alle Bereiche der ehemaligen Burg können besichtigt werden und wurden mit Stegen und Treppen begehbar gemacht.

Schwedenlöcher

Die Schwedenlöcher sind eine klammartige Schlucht in der Nähe der Bastei. Ein gut ausgebauter Wanderweg führt über Stege und Treppen und Eisenleitern durch enge, moosbewachsene Felsspalten. Rund 700 Stufen und 160 Höhenmeter gilt es dabei zu überwinden. Auch wenn der Weg gut ausgebaut ist, ist trotzdem festes Schuhwerk und Trittsicherheit erforderlich.

Ich würde empfehlen am frühen Morgen die Bastei und Basteibrücke zu besichtigen und damit den anstrengenden Aufstieg hinter sich zu bringen. Am Nachmittag geht es dann entspannt durch die Schwedenlöcher bergab zurück zum Kurort Rathen.

Der Name „Schwedenlöcher“ kommt übrigens daher, dass sich die Menschen in der zerklüfteten Felslandschaft und den Schluchten im Dreißigjährigen Krieg vor den Schweden in Sicherheit gebracht haben.

Wenn man die Basteibrücke besichtigt, sollte man sich den Weg durch die märchenhaften moosbewachsene Schlucht auf keinen Fall entgehen lassen.

Schrammsteintor

Die Schrammsteinkette ist eine langestreckte und stark zerklüftete Felsgruppe im Elbsandsteingebirge. Sie wird durchbrochen von einer großen Felsöffnung, dem sogenannten Schrammsteintor.

Das turmhohe Schrammsteintor ist mit Sicherheit eines der eindrucksvollsten und am umwerfendsten Felsengebilde in der Sächsischen Schweiz. Die ebenfalls beeindruckenden Felsformationen im Dahner Felsenland [Dahner Felsenland – Burgen & bizarre Steingebilde] wirken dagegen geradezu winzig klein.

Aus gutem Grund zählen die Schrammsteine mit dem Schrammsteintor zu den Highlights der Sächsischen Schweiz.

Anfahrt mit ÖPNV und Wanderung zum Schrammsteintor

Der nächstgelegene Bahnhof ist Bad Schandau. Es gibt eine Direktverbindung von Dresden Hauptbahnhof, die Fahrzeit beträgt etwa 45 Minuten.

Anschließend geht es zu Fuß etwa 1,5 Stunden vom Bahnhof Bad Schandau zum Schrammsteintor. Dabei hat man die Wahl, ob man an der Elbe entlang läuft und erst im letzten Moment in den Wald abbiegt.

Ich empfehle jedoch, von Bad Schandau über den Ort Ostrau zum Schrammsteintor zu wandern. Dieser Weg führt durchgehend durch den Wald, vorbei an einer Vielzahl der für das Elbsandsteingebirge typischen Felsformationen.

Personenaufzug Bad Schandau

Wenn man zur Besichtigung des Schrammsteintors nach Bad Schandau gefahren ist, lohnt sich auch ein Ausflug zum alten Personenaufzug.

Der im Jugendstil gebaute Stahlfachwerkkonstruktion befördert seit dem Jahr 1904 Menschen zu einer knapp 50 Meter höher liegenden Aussichtsplattform. Die Fahrt mit dem Aufzug ist kostenpflichtig. Eine einfache Fahrt kostete zur Zeit meines Besuchs 1,80€. Hin- und Rückfahrt kosteten 2,80€.

Festung Königstein

Ein weiteres touristisches Highlight der Sächsischen Schweiz ist die Festung Königstein. Es handelt sich um eine der größten Bergfestungen Europas.

Der Fußweg vom Bahnhof Königstein zur Festung dauert etwa 40 Minuten, wobei jedoch rund 200 Höhenmeter überwunden werden müssen. Zumindest in den Sommermonaten lässt sich die Festung auch bequem mit dem Festungsexpress erreichen. Einem altertümlichen Bus, der zwischen Stadt und Festung pendelt.

Der Eintritt in die Festung ist kostenpflichtig, dafür werden neben der Festung an sich eine Vielzahl an Ausstellungen geboten.

Ebenfalls lohnenswert ist ein Rundgang auf dem ehemaligen Patrouillenweg, der außerhalb der Festungsmauern um die Anlage herum führt.

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