Ich fahre tatsächlich sehr gerne mit der Bahn und lange Strecken lege ich fast ausschließlich mit dem Zug zurück.

Bahnfahren kann sehr günstig sein. Bahnfahren kann aber auch schnell sehr teuer werden. Insbesondere dann, wenn man spontan oder mit mehreren Leuten einen Fernzug bucht.

Am meisten kannst du beim Kauf von Bahntickets sparen, wenn du im Voraus buchst und zeitlich flexibel bist. Zeitlich flexibel heißt dabei nicht, an einem anderen Tag zu fahren. Oft reicht es schon, zwei Stunden früher oder später als ursprünglich geplant zu fahren.

Dies sind die Tipps, die ich anwende, um nicht unnötig viel Geld beim Kauf von Zugtickets auszugeben.

Halte die Augen offen nach Super-Sparpreis-Aktionen

In regelmäßigen Abständen gibt es Super-Sparpreis-Aktionen. Dabei kannst du beispielsweise für 17,90€ quer durch Deutschland fahren. Das Datum, an dem du fahren willst, kannst du dabei frei wählen. Allerdings sind die Aktionen nicht für alle Verbindungen verfügbar. Außerdem musst du relativ spontan buchen. Beispielsweise innerhalb einer Woche nach Start der Aktion.

Meistens passen die Aktionen nicht für mich. Aber ab und zu konnte ich hier auch schon ein Schnäppchen machen.

Ich habe eine Liste mit Städten, zu denen ich eine Städtereise machen möchte. Wenn ich für die kommenden Monate Urlaub eingereicht habe, oder ein verlängertes Wochenende möglich ist, dann nutze ich solche Aktionen gerne, um eine der Städte zu besuchen.

Um über Sparpreis-Aktionen informiert zu bleiben, kannst du immer wieder auf der Angebotsseite der Bahn vorbei schauen. Ab und zu gibt es auch Aktionen, die nur im Newsletter angeboten werden, oder für Kunden des Bahn-Bonusprogramms.

Flexible Stornobedingungen lohnen sich meistens nicht

Super-Sparpreise können grundsätzlich nicht storniert werden. Bei den etwas teureren Sparpreisen ist die Stornierung kostenpflichtig. Hier werden 10€ pro Storno fällig. Für den Restbetrag gibt es einen Gutschein für eine neue Ticketbuchung.

Wirklich flexibel ist man nur mit dem Flexpreis. Dieser kostet allerdings meist ein Vielfaches der Super-Sparpreise.

Überlege dir gut, wie wahrscheinlich es ist, dass du wirklich umbuchen musst. In den letzten Jahren kam es bei mir nur einmal vor, dass ich eine gebuchte Zugfahrt nicht antreten konnte. Das Super-Sparpreis-Ticket für rund 35€ ist dann natürlich verfallen und das Geld war weg.

Trotzdem war dies deutlich günstiger, als jedes Mal den Aufpreis für ein flexibleres Ticket zu zahlen. Selbst bei der Differenz von Super-Sparpreis zu Sparpreis. Bei den günstigen Sparpreisen lohnt sich das Umbuchen ohnehin kaum, da hier 10€ Stornogebühr fällig werden.

Meine Empfehlung lautet daher, sich nicht zu viele Gedanken zu machen und ein bisschen Mut zum Risiko. Besonders bei günstigen Sparpreisen ist dieses ohnehin überschaubar.

Lass dir in der Fahrplanauskunft die Bestpreise anzeigen

Lass dir bei der Fahrplanauskunft auf der Webseite der Bahn die Bestpreise anzeigen.

Damit ändert sich die Ansicht der Webseite und es wird dir übersichtlich angezeigt, zu welchen Zeiten du am günstigsten fährst. Wenn du zeitlich etwas flexible bist und beispielsweise zwei Stunden früher oder später fahren kannst, lässt sich hier oft eine Menge sparen.

Und bei Fahrten in den Urlaub hat man diese Flexibilität häufig. Das gesparte Geld steht dann für das Urlaubsbudget zur Verfügung.

Bahn Bestpreise anzeigen

Entferne den Haken „Schnelle Verbindungen bevorzugen“

Standardmäßig sucht die Fahrplanauskunft auf der Bahnwebseite die schnellsten Verbindungen heraus. Das ist sinnvoll, schließlich wollen wir alle möglichst schnell ans Ziel kommen.

Wenn du jedoch ein bisschen mehr Zeit zur Verfügung hast, kannst du den entsprechenden Haken bei der Fahrplanauskunft entfernen. Dann werden dir auch langsamer, aber dafür günstigere Züge angezeigt. Gerade Verbindungen zwischen Großstädte, wo viele Züge zur Auswahl stehen kann sich das lohnen.

Und oft ist der Fahrzeitunterschied zwischen einem IC und einem ICE nur wenige Minuten.

Rechne aus, ob sich eine Bahncard für dich lohnt

Klar, das ist jetzt echt kein Geheimtipp. Aber hast du schon einmal ausgerechnet, ob sich eine BahnCard für dich lohnt?

Mit der Bahncard 25 bekommst du 25% Rabatt auf alle Super-Sparpreise, Sparpreise und Flexpreise. Für die zweite Klasse kostet sie 55,70€/Jahr, für die erste Klasse 112€/Jahr.

Das bedeutet, wenn diese Beträge 25% deiner jährlichen Ausgaben für Bahntickets betragen, dann lohnt sich eine Bahncard für dich.

Wenn du also mehr als 222,80€ pro Jahr für Tickets in der zweiten Klasse ausgibst, dann lohnt sich die Bahncard 25 für dich.

Wenn du mehr als 448€/Jahr für Bahntickets ausgibst und ab und zu, oder immer, erste Klasse fährst, dann lohnt sich eine BahnCard 25 der 1. Klasse für dich. Übrigens: Mit der Bahncard für die 1. Klasse kannst du auch vergünstigte Tickets für die 2. Klasse Kaufen. Umgekehrt geht das nicht.

Prüfe die Preise in der ersten Klasse

Mit den (Super-)Sparpreisen versucht die Bahn auch die Auslastung ihrer Züge zu steuern. Je voller der Zug, desto unwahrscheinlicher, dass es einen günstigen Preis gibt.

Das gilt auch für die Wagenklasse. Wenn die zweite Klasse extrem gut gebucht ist, kann es sein, dass es in der zweiten Klasse keine Sparpreise mehr gibt. Wenn die erste Klasse schlechter ausgelastet ist, dann sind hier eventuell noch Sparpreise verfügbar.

Außerdem ist in der ersten Klasse die Sitzplatzreservierung bereits im Ticketpreis enthalten. Gerade auf kürzeren Strecken, oder bei sehr günstigen Tickets kann sich der Preisunterschied zwischen erster und zweiter Klasse dadurch nochmal reduzieren.

Prüfe Alternativen wie FlixTrain

Zu guter Letzt kannst du auch noch Alternativen zur Deutschen Bahn prüfen. Beispielsweise bietet Flixtrain günstige Verbindungen zwischen mehreren Großstädten an. Dies kannst du auf der Fahrplanauskunft von Flixtrain überprüfen.

Aber Achtung. Auch wenn die Seite FlixTrain heißt, zeigt sie dir alle „Flix“-Verbindungen an. Das bedeutet, dass du beispielsweise einen Teil der Strecke mit dem Zug zurücklegst und dann in einen FlixBus umsteigen muss. So lässt sich zwar durchaus eine Menge Geld sparen, die Fahrzeit verlängert sich dadurch aber meist deutlich, sodass die Verbindung trotz des günstigen Preises unattraktiv wird.

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