Ich bin immer wieder erstaunt, wie wenig ich meine nähere Umgebung wirklich kenne. Obwohl es nur ca. 1,5 Autostunden von meinem Wohnort entfernt ist, war mir das Dahner Felsenland bis vor kurzem noch kein Begriff.

Nachdem ich einige Bilder der dortigen Felsformationen gesehen habe, war sofort klar, dass ich der Gegend einen Besuch abstatten muss. Denn die bizarren Buntsandsteinformationen stehen nicht in Amerika oder Australien, sondern im Süden von Rheinland-Pfalz.

Lage & Sehenswürdigkeiten

Das Dahner Felsenland ist eine Landschaft in der Südwestpfalz im Bundesland Rheinland-Pfalz. Außerdem ist das Dahner Felsenland eine Verbandsgemeinde, bestehend aus 15 Städten. Mit 4500 ist die Stadt Dahn die größte Siedlung in der Verbandsgemeinde und Ausgangspunkt der wichtigsten Rundwanderwege durch das Felsenland.

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Dahn liegt direkt an der Bundesstraße B427 und ist mit dem Auto schnell und einfach zu erreichen. Leider hat die Stadt keinen Bahnhof, sodass die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln nur mit dem Bus und dementsprechend umständlich ist.

Im Dahner Felsenland befinden sich 16 Burgen bzw. Burgruinen und eine Vielzahl an teilweise riesigen bizarren Felsformationen.

Die Burgen sind teilweise begehbar, teilweise ist auch Gastronomie vorhanden. Auch die Felsformationen sind teilweise begehbar, ohne Klettern zu müssen. Auf einigen befinden sich abgesicherte Aussichtspunkte.

Auf der offiziellen Webseite des Tourismusverbandes (https://www.dahner-felsenland.net) findest du weitere Informationen zu den einzelnen Burgen, sowie den Wanderwegen.

Außerdem hat der Tourismusverband eine große Anzahl an Wanderwegen auf Outdooractive gepflegt, sodass sowohl Kartenmaterial, als auch GPX-Tracks verfügbar sind.

Von diesen Touren bin ich den Dahner Rundwanderweg und den Dahner Felsenpfad gelaufen, die sich teilweise überschneiden. Bei beiden Wegen handelt es sich um Rundwege, die jeweils in der Stadt Dahn beginnen und enden.

Dahner Felsenpfad

Der Felsenpfad ist etwas kürzer und so geführt, dass er an den spannendsten Felsformationen vorbeiführt. Wenn man sich von den hoch aufragenden Felsen in der Landschaft begeistern lassen kann, dann wird es auf diesem Weg nie langweilig.

Nach offiziellen Angaben ist der Felsenpfad 12,5 km lang, führt 402 hinauf und wieder hinab. Ich bin den Weg relativ zügig abgelaufen und habe dafür etwas mehr als drei Stunden gebraucht. Der Weg führt überwiegend über kleine und schmale Waldwege. Auf großen, autobahnähnlichen Forstwegen ist man praktisch nicht unterwegs.

Der Felsenpfad ist perfekt für eine kompakte Halbtageswanderung durch urige und intakte Wälder, vorbei an einigen der eindrucksvollsten Felsformationen im Felsenland.

Dahner Rundwanderweg

Der Rundwanderweg ist mit 18,7 km etwas länger. Außerdem müssen 662 Höhenmeter auf- und abwärts überwunden werden. Dafür wird einem aber auch mehr geboten als auf dem Felsenpfad. Neben den Felsformationen führt der Rundwanderweg auch zu mehreren Burgen und Burgruinen.

Am eindrucksvollsten fand ich die Burgruine Neudahn die teilweise wieder instand gesetzt wurde und frei begangen werden kann. Der Weg führt dabei nicht nur auf den Turm, sondern auch in Räume tief in die Burg und damit den Fels hinein.

Auf diesem Weg geht es durchaus auch mehrere Kilometer über Forstwege durch den Wald, ohne dass man an einem Felsen oder einer Burgruine vorbeikommt. Im Gegensatz zum konzentrierten Felsenpfad kommt durch die Leerläufe auf dem Rundwanderweg bei mir tatsächlich ein bisschen echtes Wanderfeeling auf.

Die reine Wanderzeit ohne Pausen betrug bei mir rund 5,5 Stunden. Mit Pausen und Besichtigung der Burgen und Burgruinen kann man gut acht Stunden unterwegs sein, wodurch die Begehung des Rundwanderwegs eher etwas für einen Ganztagsausflug ist.

Fazit

Ich war wieder mal überrascht, welch beeindruckende Natur mehr oder weniger direkt vor der Haustür liegt. Das Dahner Felsenland vereint alles, was ich bei Wanderungen schätze. Eindrucksvolle Natur, intakte Wälder und alte, geschichtsträchtige Gebäude.

Auch hat der Tourismusverband Dahner Felsenland wirklich ganze Arbeit geleistet (keine Werbung) und mit den vielen verschiedenen Wanderwegen und jeweils verfügbaren GPX-Tracks tolle Möglichkeiten geschaffen, die Gegend zu erkunden. Damit lässt sich prima ein schönes (verlängertes) Wochenende füllen, ohne dass eine Spur von Langeweile aufkommt.

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