Die Wuppertaler Schwebebahn ist das Wahrzeichen der Stadt und steht seit 1997 unter Denkmalschutz.

Irgendwie habe ich es jedoch geschafft, bis vor einigen Jahren nichts davon gehört zu haben. Ich habe die Schwebebahn zufällig entdeckt, als ich mit dem ICE an Wuppertal vorbeigefahren bin. Dabei folgt die Bahnlinie lange Zeit der Schwebebahn und die auffällige Stahlkonstruktion ist dabei unübersehbar.

Seit diesem Tag hatte ich den Wunsch, einmal mit der Schwebebahn zu fahren. Eigentlich verrückt, den Wunsch zu haben, eine Stadt zu besuchen, nur um deren öffentlichen Personenverkehr zu nutzen. Das hatte ich bisher nur in Stockholm. Dort wegen der beeindruckenden Stationen und den Fähren, die dort zum ÖPNV gehören.

Ausflug nach Wuppertal in Kombination mit anderen Städtetrips

Nun hatte ich Wuppertal mit seinen rund 330.000 Einwohnern nie als Urlaubsziel auf dem Schirm. Tatsächlich lässt sich ein Ausflug nach Wuppertal jedoch super mit anderen Städtetrips kombinieren.

So ist Wuppertal von Köln aus in gerade einmal 30 Minuten mit dem Zug zu erreichen. Und ein Ausflug nach Köln lohnt sich allemal.

Auch von den großen Städten im Ruhrpott wie Düsseldorf, Duisburg, Essen oder Dortmund ist man maximal eine Stunde mit dem Zug unterwegs. Und auch das Ruhrgebiet hat erstaunlich viele Ausflugsziele für Touristen zu bieten.

So lässt sich ein Ausflug nach Wuppertal und eine Fahrt mit der Schwebebahn perfekt mit anderen Städtetrips kombinieren.

Die Wuppertaler Schwebebahn

Die Schwebebahn wurde 1901 eröffnet und ist damit weit über 100 Jahre alt. Sie ist das Wahrzeichen der Stadt und steht heute unter Denkmalschutz.

Die imposante Stahlkonstruktion führt auf einer 13 Kilometer langen Strecke größtenteils über die Wupper. Nur vier Stationen befinden sich auf der „Landstrecke“, während sich 16 Stationen über dem Fluss befinden.

Die Stationen sind modern. Lediglich vier wurden in ihrer ursprünglichen Form wieder aufgebaut. Damals wurden die Stationen aus einer vernieteten Eisenkonstruktion gebaut und mit Holz verkleidet. Weitgehend im ursprünglichen Zustand wieder aufgebaut wurden die Stationen Werther Brücke, Völklinger Straße und Landgericht.

Eine Fahrt von einer Endhaltestelle zur anderen dauert etwa 30 Minuten.

Eine Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn

Da die Schwebebahn die Touristenattraktion von Wuppertal ist, hat man sich auch beim Ticketverkauf auf Touristen eingestellt. So gibt es an den Fahrkartenautomaten extra einen Touristen-Knopf. Hier muss lediglich die Anzahl der Personen angegeben werden und ob man ein Ticket für 24 oder 48 Stunden haben möchte. Dann bekommt man ein Ticket, das für die komplette Strecke der Schwebebahn gilt. So muss man sich keine Gedanken um die Strecke oder Tarifzonen machen. Eine prima Sache.

Ich empfehle auf jeden Fall eine Rundfahrt zu machen. Also von einer beliebigen Haltestelle einmal zur Endhaltestelle Vohwinkel, dann zur Endhaltestelle Wuppertal Oberbarmen und anschließend zum Ausgangspunkt zurück.

Die letzten Stationen Richtung Vohwinkel liegen über der Straße. Es ist schon ein besonderes Gefühl, über den Verkehr hinweg zu schweben und auf die Autos herunterschauen zu können.

Da die Schwebebahn an einer Schiene hängt, schwankt sie immer leicht. Dies verstärkt noch das Gefühl zu fliegen.

Am eindrucksvollsten ist die Fahrt, wenn man ganz hinten am großen Panoramafenster sitzt, das jeder der Wagons besitzt. Diese Möglichkeit sollte man sich nicht entgehen lassen.

Wenn der Platz belegt ist, einfach an der nächsten Station aussteigen und auf den nächsten Zug warten. Das ist kein Problem, denn der nächste Zug kommt bereits nach sechs Minuten. Am Vormittag nach dem Berufsverkehr, oder auch Morgens am Wochenende sollte es kein Problem sein, einen Platz am Panoramafenster zu ergattern.

Die Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn war für mich ein gleichermaßen lustiges, wie faszinierendes Erlebnis. Da die Bahn mitten durch die Stadt fährt und in den normalen ÖPNV eingebunden ist, ist sie nicht mit anderen Schwebebahnen in Freizeitparks oder an Flughäfen vergleichbar.

Zum anderen fährt man auf einer rund 120 Jahre alten Schienenkonstruktion. Was damals unglaublich futuristisch gewesen sein muss, ist auch heute noch faszinierend und ungewöhnlich.

Fahrt mit der Wuppertaler Schwebebahn im Video

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