Nach meinem Ausflug nach Schwerin stand nun die Weiterfahrt in das wesentlich größere Rostock an. Ich muss gestehen, dass das Bild, das zu diesem Zeitpunkt in meinem Kopf war, durchaus mit einigen Vorurteilen behaftet war. Das war mir bewusst und so war ich umso mehr gespannt, wie die Stadt nun wirklich ist. Und außerdem wollte ich unbedingt wieder Wasser und Schiffe sehen. Und eine Recherche im Internet hat gezeigt, dass es doch einige Sehenswürdigkeiten in Rostock gibt.

Die Stadt

Mit einer Einwohnerzahl von knapp 210.000 ist Rostock etwa doppelt so groß wie die Landeshauptstadt Schwerin mit etwa 95.000 Einwohnern. Damit ist Rostock, das die Bezeichnung Hanse- und Universitätsstadt trägt, die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern.

Bekannt ist Rostock besonders für seine Lage am Meer, die Strände, den Kreuzfahrhafen und natürlich die Universität. Rostock war lange Zeit ein wichtiger Industriestandort. Zwischen 1922 und dem Ende des Zweiten Weltkriegs waren hier mehrere Flugzeugwerke zu Hause. In der DDR war hingegen die Schiffbauindustrie von großer Bedeutung. Heutzutage ist vor allem der Tourismus und der Dienstleistungssektor von wirtschaftlicher Bedeutung.

Die einzelnen Stadtteile ziehen sich länglich entlang des Flusses Warnow bis an die Ostsee, wo sich der nördlichste und wahrscheinlich bekannteste Stadtteil Warnemünde mit seinen typischen und schönen Ostseestränden befindet. Das eigentliche Stadtzentrum befindet sich etwa 15 Kilometer weiter südlich. Zwischen den Stadtteilen gibt es eine hervorragende S-Bahn-Verbindung. Als ich in Rostock war, pendelten die Züge im Abstand von ca. 10 Minuten.

Hier erfährst du, was ich auf meinen Streifzügen durch die Hansestadt gesehen habe und welche Sehenswürdigkeiten es in Rostock zu entdecken gibt.

Anreise

Der Intercity für den ich ein Ticket von Schwerin nach Rostock gebucht hatte fiel natürlich aus. Stattdessen sollte ein Ersatzzug kommen, bei dem aber schon vor Überfüllung gewarnt wurde. Da ich ohnehin zu früh dran war, kaufte ich ein Ticket für einen Regionalexpress der eine Stunde früher fuhr. Kein Problem, die Fahrzeit war nahezu gleich lang. Dass ich ein Flexpreisticket für den IC hatte und eigentlich gar kein neues Ticket benötigt hätte, merkte ich erst als es zu spät war. 15 € für die Tonne. Naja, gibt Schlimmeres.

Der Hauptbahnhof von Rostock liegt im Stadtzentrum. Im Fall von Rostock bedeutet das jedoch, dass er nicht in der Mitte, sondern ganz im Süden der Stadt liegt. Aber, kein Problem. Wie gesagt, die S-Bahn-Verbindung ist hervorragend.

Warnemünde

Ich kam etwa gegen 10:00 Uhr in Rostock an, was noch viel zu früh war um im Hotel einzuchecken. Also habe ich das Gepäck in ein Schließfach verfrachtet und bin direkt mit der S-Bahn nach Warnemünde gefahren. Ich wollte ohnehin endlich Schiffe und das Meer sehen.

Das Wetter war zu diesem Zeitpunkt nicht besonders schön, es nieselte leicht, sodass nicht allzu viele Menschen unterwegs waren. Das änderte sich jedoch als etwa eine Stunde später die Sonne herauskam und es sommerlich warm wurde.

Es ist mir völlig unklar wo all diese Menschen vorher waren, aber auf einmal war es brechend voll in Warnemünde. Um an der Warnow entlang zum Strand zu laufen, musste man dicht an dicht in einer Kolonne gehen. Nun ja. Aus Strand mache ich mir eh nichts, also bin ich umgedreht und habe mich an die Mole gesetzt, die auch die Einfahrt zum Übersee- und Kreuzfahrhafen ist.

Kreuzfahrtschiffe waren aufgrund von Corona natürlich keine unterwegs. Allerdings liefen überraschend viele Fähren ein und aus. Darunter auch eine Fähre, die mit einem ganz besonderen Antriebssystem ausgerüstet ist. Die Copenhagen von Scandlines, auf der ein sogenanntes Rotorsegel oder Flettner-Rotor verbaut ist.

Dabei handelt es sich um einen 30 Meter hohen rotierenden Zylinder, der auf dem Schiff montiert ist. Durch den vorbeiströmenden Wind entsteht vor dem Schiff ein Unterdruck, der das Schiff quasi nach vorne zieht. Die Reederei erwartet sich von diesem System eine Treibstoff- und damit CO2-Einsparung von vier bis fünf Prozent.

Anschließend ging es ein bisschen durch den Stadtteil, wo ich zufällig durch den Stephan-Jantzen-Park lief. Dabei handelt es sich um einen gleichermaßen schönen, wie ungewöhnlichen Park. Der Stephan-Jantzen-Park war ursprünglich ein Friedhof, der unter Denkmalschutz gestellt und zum Park umfunktioniert wurde. Die Gräber und Grabsteine sind nach wie vor vorhanden.

Am anderen Ende von Warnemünde waren auch deutlich weniger Menschen unterwegs, sodass ich hier doch noch einen Blick auf den Strand werfen konnte. Über befestigte Wege geht es durch die Dünen hindurch auf den bis zu 150 Meter breiten Sandstrand. Und ich muss sagen, der Strand ist wirklich toll. Feiner Sand, sehr sauber und endlos lang. Auch wenn ich mich niemals stundenlang an einen Strand legen würde, einen Spaziergang am Meer über den Strand hat was.

Noch ein kleiner Abstecher zum berühmten Leuchtturm, der eine der Sehenswürdigkeiten in Warnemünde ist. Dann noch schnell an einem der Stände etwas gegessen und dann ging es zurück zum Hauptbahnhof.

Kröpeliner Tor

Bis zu 22 Stadttore hatte die Rostocker Stadtbefestigung zeitweise. Heute sind davon nur noch wenige erhalten. Das größte war und ist das Kröpeliner Tor. Es bildet außerdem den Abschluss der Kröpeliner Straße. Eine der größten Einkaufs- und Flaniermeilen der Stadt.

Da mein Hotel praktisch direkt am Kröpeliner Tor war, stand ich ungeplant direkt vor dem Tor. Das Tor steht heute neben einem Einkaufszentrum auf einem belebten Platz. Wer Rostock besucht, kann das Tor praktisch nicht verfehlen. Heute ist das Tor der Sitz des Vereins Geschichtswerkstatt Rostock e.V. Die Innenräume werden für verschiedene Ausstellungen genutzt.

Universitätsplatz

Läuft man vom Kröpeliner Tor weiter in die Innenstadt, kommt man zwangsläufig zum Universitätsplatz. An diesem zentralen und belebten Platz findet sich, neben der namensgebenden Universität auch der bekannte Brunnen der Lebensfreude. Der Brunnen ist eines der bekanntesten Kunstwerke der Stadt und wird von Kritikern gerne als „Pornobrunnen“ verspottet.

Der Brunnen und die Wiesen vor der Universität, die von viele Bäumen beschattet werden, sind offensichtlich ein beliebter Treffpunkt in der Stadt.

Steintor & Stadtmauer mit Wallanlagen

Das Steintor ist ein weiteres der noch erhaltenen Stadttore. Ausgehend vom Steintor kann man weitere Teile der ehemaligen Stadtbefestigung besichtigen.

Ein großer Teil der ehemaligen Stadtmauer ist heute noch erhalten. Man stößt an den unterschiedlichsten Ecken von Rostock immer wieder auf Teile der ehemaligen Stadtbefestigung. Ein großer Teil der Stadtmauer beginnt neben dem Steintor und verläuft in östlicher Richtung.

Läuft man vom Steintor nach Westen, so kommt man zu den Wallanlagen. Auch hierbei handelt es sich um einen ehemaligen Teil der Stadtbefestigung, der heute zu einem Park umgebaut wurde und mittlerweile eine große, von Wasser durchzogene Grünanlage mitten in der Stadt ist.

Die ehemalige Stadtbefestigung lässt sich heute über mehrere Treppen leicht überwinden. Direkt hinter der Heubastion, wo sich heute eine größere Sitzecke befindet, beginnt der Klostergarten.

Kloster zum Heiligen Kreuz

Das Kloster zum Heiligen Kreuz ist eine vollständig erhaltene Klosteranlage aus dem 13. und 14. Jahrhundert, mit Klostergarten, inmitten der Stadt. Heute ist das Kloster der Sitz des Kulturhistorischen Museums Rostock. Der Eintritt zum Museum ist übrigens kostenlos.

Doch auch ein Spaziergang durch die ehemalige Klosteranlage lohnt sich. Besonders schön fand ich die Vielzahl an kleinen Wohnhäuser im Klosterhof, die einen deutlichen Kontrast zur großen Klosterkirche bilden.

Kirchen

Kirchen gehören eigentlich nicht zu den Bauwerken, mit denen ich mich besonders gut auskenne, oder die mich besonders interessieren. Ich bin eher für Industriegebäude zu begeistern. Der Besuche der Rostocker Marienkirche hat sich aber auf jeden Fall gelohnt. Bei der Marienkirche handelt es sich um eine Kirche der Backsteingotik, wie man sie im Norden Deutschlands häufiger findet. Hier im Süden, wo ich wohne, gibt es diese Art von Bauwerken überhaupt nicht. Allein aus diesem Grund fand ich die Kirche interessant.

Bereits von außen wirkt die dreischiffige Marienkirche größer und eindrucksvoller als andere Backsteinkirchen, die ich in der Gegend gesehen habe. Der Eindruck wird nochmal bestätigt, wenn man das Gebäude betritt. Die Marienkirche ist eine der prächtigsten und schönsten evangelischen Kirchen die ich je gesehen habe. Insbesondere die Orgel und Kanzel springen einem direkt ins Auge. Diese Erkenntnis fand ich dann etwas seltsam, wenn man bedenkt, dass ein Grund für die Gründung der evangelischen Kirche war, dass man den Prunk und Protz der katholischen Kirche abgelehnt hat. Diese Haltung hat wohl nicht allzu lange angehalten. Aber das ist nicht mein Bier, ich genieße die Schönheit des Gebäudes.

Ein besonderes Highlight ist die astronomische Uhr, die hinter dem Hauptaltar steht. Die Uhr befindet sich weitgehend in Originalzustand und besteht aus fünf Uhrwerken, die täglich von Hand aufgezogen werden. Solche komplexen mechanischen Konstruktionen lassen mich immer etwas sprachlos zurück. Was man heute mit Computern berechnen und simulieren kann, wurde damals mit einem komplexen mechanischen Kunstwerk realisiert. Während sich ein Computerprogramm einfach ändern und überarbeiten lässt, musste das mechanische Uhrwerk von Anfang an perfekt geplant und gebaut werden. Ansonsten wäre die gesamte Uhr wertlos. Hut ab vor den Erbauern.

Eine weiter besondere Kirche in Rostock ist die Nikolaikirche. Diese Kirche fällt sofort ins Auge, weil in ihrem Dach Dachfenster eingebaut sind und Pflanzen auf den Dachterrassen wachsen. Die Nikolaikirche gehört nach wie vor der evangelischen Kirche, wird jedoch nicht mehr für sonntägliche Gottesdienste genutzt. Ab 1976 wurde die Nikolaikirche umgebaut und ist heute ein übergemeindliches Zentrum, das für kulturelle Veranstaltungen, insbesondere für Konzerte genutzt wird. Außerdem befinden sich Büros der Kirchenverwaltung und Wohnungen in der Nikolaikirche. Leider ist das Gebäude nur für Veranstaltungen geöffnet und kann nicht spontan besichtigt werden.

Stadthafen

Bis zur Eröffnung des Seehafens im Jahr 1960, was der Stadthafen ein wichtiger Umschlagplatz für Fracht. Ein alter Brückenkran aus den 50er Jahren erinnert heute noch daran. Heute ist der Stadthafen Flaniermeile, Museumshafen und Hafen für Sportboote. Man findet hier eine Vielzahl an Einkaufsmöglichkeiten, und vor allem Gaststätten. Neben einer Vielzahl an Essensstände, gibt es mehrere Schiffe, die ebenfalls Speisen und Getränke anbieten. Mit den großen, restaurierten Speichergebäuden erinnert der Rostocker Stadthafen ein bisschen an eine kleine Version von Hamburg. Der Stadthafen ist ein wunderbarer Platz zum Verweilen.

Botanischer Garten der Uni Rostock

Ich mag botanische Gärten. Man merkt ihnen immer an, dass sich Menschen mit viel Engagement um sie kümmern. Aus diesem Grund habe ich auch den Botanischen Garten von Rostock besucht. Hier befinden sich etwa 7000 Pflanzenarten, die sich überwiegend im Freien, teilweise auch in Gewächshäusern befinden. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen waren die Gewächshäuser während meines Besuchs nicht begehbar. Macht nichts. Das Freigelände ist für mich ohnehin spannender. Es besteht aus mehreren aufwändig angelegten Abteilungen. Beispielsweise einem Gebirgs- und Steingarten oder einem Japangarten. Auch Sanddünen und ein Moor findet man im Botanischen Garten.

Nicht nur Menschen werden vom Botanischen Garten angezogen, sondern auch Tiere. So wurde ich skeptisch von einem Reiher beobachtet, der an einem Teich nach Beute suchte. Ich habe den Vogel in weitem Bogen umrundet, während er mich genauso intensiv beobachtet hat, wie ich ihn.

Der Botanische Garten ist ein wunderbarer Ort der Ruhe, inmitten der Großstadt. Auf den vielen Sitzmöglichkeiten kann man eine Pause einlegen und für 50 Cent kann man das saubere Toilettenhäuschen benutzen. Das ist ja auch immer so ein Thema bei Städtetrips.

Neptun-Einkauf-Center

Wenn ich auf einem Städtetrip bin, laufe ich gerne planlos viele Kilometer durch die Stadt. Schließlich geht es mir ja darum die Stadt zu entdecken und kennenzulernen und nicht darum, touristische Hotspots auf einer Liste abzuhaken.

Auf einer dieser Runden bin ich über das Neptun Einkaufszentrum gestolpert, was, meiner Meinung nach ein ganz besonderer Ort ist. Und zwar einer dieser Orte, die in keinem Reiseführer und Touri-Guide stehen, weil es eben nur ein Einkaufszentrum ist. Mich hat es jedoch beeindruckt.

Das Neptun Einkaufszentrum ist nämlich in einer alten Schiffswerft untergebracht, was ich für eine hervorragende Idee halte, da auf diese Weise etwas vom ursprünglichen Charakter des Ortes erhalten bleibt. Sowohl Parkhaus, als auch das eigentliche Einkaufszentrum befinden sich im ehemaligen Werftgebäude, das aufwändig renoviert wurde. Teilweise sind sogar technische Anlagen im Gebäude verblieben, wie beispielsweise die Kräne an der Decke.

Um das Einkaufszentrum herum entsteht ein Neubaugebiet. Hier hat man sich wirklich erfolgreich Gedanken gemacht, wie man trotz der neuen Nutzung des Geländes den ursprünglichen Charakter erhalten kann. So etwas würde ich gerne häufiger sehen.

Stadtteil Lütten Klein

Da ich, wie gesagt, die ganze Stadt und nicht nur die touristischen Highlights sehen wollte, habe ich mich aufgemacht, eine Runde durch den Stadtteil Lütten Klein zu laufen. Lütten Klein ist eine der DDR Plattenbausiedlungen, die Ende der 60er und Anfang der 70er Jahre gebaut wurden. Und genau das wollte ich sehen, denn Plattenbauten kannte ich bisher nur aus Berlin und in Berlin sind die Dinge ja oft anders als in anderen Teilen des Landes.

Die etwa 10.000 Wohnungen in Lütten-Klein liegen hauptsächlich in langen, fünfstöckigen Wohnblocks. Dazwischen befinden sich wenige Hochhäuser und sehr viel Grünfläche. Tatsächlich war ich beeindruckt, wie viel Freifläche zwischen den Gebäuden existiert. Zwar wohnen auch hier viele Menschen, von der Enge und den Betonschluchten vieler Innenstädte ist hier nichts zu spüren.

Die Gebäude wurde (fast) alle renoviert, sind in gutem Zustand, und farblich ansprechend gestrichen. Das Bild einer trostlosen grauen Plattenbausiedlung, das in meinem Kopf herumspukte, hätte jedenfalls nicht falscher sein können. Tatsächlich fand ich die Vorstellung hier zu wohnen gar nicht abschreckend.

Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum

Weil mich grundsätzlich alles interessiert, was mit Schifffahrt zu tun hat, musste ich natürlich auch das Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum besuchen. Der Weg zum Museum führt über das weitläufige ehemalige IGA-Gelände, das heute eine Parkanlage ist. Jedoch finden sich hier noch einige Bauwerke, die man in dieser Form für einen normalen Park wahrscheinlich nicht geschaffen hätte. Beispielsweise einen Weidendom mit einer Länge von 52 Metern und einer Höhe von 15 Metern.

Doch auch das Rostocker Schiffbau- und Schifffahrtsmuseum ist ein besonderer Ort, denn es befindet sich nicht in einem Gebäude, sondern in einem Schiff. Das Schiff ist die „Dresden“ ein ehemaliger Frachter aus DDR-Fertigung, der heute das größte schwimmende Museum Deutschlands ist.

Natürlich kann das komplette Schiff, von der Brücke bis zum Maschinenraum besichtigt werden. Die Frachträume werden für verschiedene Dauer- und Sonderausstellungen genutzt.

Rückblick

An Rostock hat mich besonders beeindruckt, wie man es geschafft hat, das Vergangene in die Moderne zu überführen. Denn solche Orte findet man in Rostock zuhauf.

Die Wallanlagen, die früher Stadtbefestigung und Stadtgraben waren und heute eine ausgedehnte Parkanlage sind.
Die Fischerbastion, die früher eine Verteidigungsanlage war und heute ein toller Aussichtspunkt über den Stadthafen.
Der Friedhof, der heute Park ist.
Die Speicher am Stadthafen, in denen sich heute vor allem Gastronomie befindet.
Die alte, nicht mehr benötigte Werftanlage, die zu einem Einkaufszentrum wurde.
Das alte Frachtschiff „Dresden“ das eine neue Aufgabe als Museum bekommen hat.

Alles Orte, die ihren ursprünglichen Nutzen verloren haben und die man trotzdem erhalten hat, um ihnen eine neue Aufgabe zu geben.

Während sich die meisten Städte eher kreisförmig um das Zentrum gewachsen sind, zieht sich Rostock schmal und lang an der Warnow entlang. Diese ungewöhnliche Form ist sicher Chance und Herausforderung gleichermaßen. Doch mit der guten S-Bahn-Verbindung sind die einzelnen Stadtteile leicht zu erreichen. Während in der Stadtmitte (die sich nicht in der Mitte, sondern im Süden befindet) Großstadtfeeling entsteht, fühlt man sich am Strand von Warnemünde eher in ein Fischerdorf versetzt.

Somit gab es für mich überraschend viel Sehenswertes in Rostock. Vielleicht ist Rostock eine der am meisten unterschätzten Städte in Deutschland. Mit all seinen Kontrasten hat die Stadt jedenfalls sehr viel mehr zu bieten als ich erwartet habe.

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