Der Berg mit dem schönen Namen „Schauinsland“ wird oft als Freiburgs Hausberg bezeichnet, denn er liegt nur etwa 10 Kilometer von Freiburg im Breisgau entfernt. Bei einem Städtetrip nach Freiburg ging es daher auch auf den Schauinsland.

Der Berg ist etwa 1284 Meter hoch und damit ca. 200 Meter niedriger als der nahe gelegene Feldberg. Daher ist der Blick über die Landschaft nicht ganz so spektakulär, dafür kann man vom Schauinsland jedoch die Stadt Freiburg sehen.

Anfahrt

Als Startpunkt für eine Wanderung bietet sich die Talstation der Schauinslandbahn an, einer Seilbahn, die auf den Gipfel führt. Hier finden sich viele kostenlose Parkplätze und auch eine Bushaltestelle.

Da ich relativ früh in Freiburg mit dem Zug ankam und mein Gepäck noch nicht im Hotel unterbringen konnte, habe ich in der Stadtmitte ein Carsharing-Auto gemietet und mein Gepäck im Kofferraum untergebracht. Anschließend bin ich mit dem Auto in ca. 20 Minuten aus der Stadtmitte zur Talstation am Fuß des Schauinsland gefahren und habe das Auto dort auf dem Parkplatz abgestellt.

Aber auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln ist die Schauinslandbahn gut zu erreichen. Allerdings gibt es keine direkte Verbindung vom Hauptbahnhof, sodass man mit der Stadtbahn zur Haltestelle Dorfstraße fahren und dort in einen Bus umsteigen muss. Mit etwa 30 Minuten ist man jedoch kaum länger unterwegs als mit dem Auto.

Freizeitmöglichkeiten am Schauinsland

Natürlich bietet es sich an, auf den Gipfel zu wandern und die Aussicht und Landschaft zu genießen.

Wem Wandern nicht so liegt, der kann den Weg zum Gipfel auch in einer Gondel der Schauinslandbahn, Deutschlands längste Umlaufseilbahn, überwinden und die Aussicht von dort genießen. Gegen einen Aufpreis kann man auch sein Fahrrad (Mountainbike) in einer der Gondeln mitnehmen und anschließend auf einem der Mountainbike-Trails den Berg hinunterfahren. Die Fahrt mit der Bahn auf den Gipfel dauert etwa 20 Minuten. Auf einer Länge von 3600 Metern überwindet die Bahn einen Höhenunterschied von 746 Metern.

Übrigens: Wer vorhat sich mehrere Tage im Umkreis von Freiburg aufzuhalten und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen, der sollte sich die 3 Tage WelcomeKarte anschauen. Das Kombi-Ticket gilt drei Tage lang in allen Bussen und Bahnen des gesamten Verkehrsverbundes. Außerdem kann die Schauinslandbahn genutzt werden. Das Ticket kostet 26€ für Erwachsene und 16€ für Kinder.

Nur wenige hundert Meter entfernt findet man das Schauinsland Museums-Bergwerk. Eine alte Silber-, Blei- und Zink-Mine, in der 800 Jahre lang Metall abgebaut wurde.

Bei Schnee kann man Skifahren oder eine der Rodelbahnen nutzen.

Rundwanderung auf und um den Schauinsland

Ausgehend von der Talstation bin ich auf den Gipfel gewandert und anschließend in einer Runde wieder zurück zur Talstation. Zu Beginn der Wanderung kam ich an Wiesen und Weiden vorbei und konnte einer Ziegenherde beim Grasen zuschauen. Dann verschwindet man jedoch recht schnell im Wald. Auf dem Weg zum Gipfel muss ein Höhenunterschied von ca. 800 Meter überwunden werden, wobei es gerade am Anfang über eine längere Strecke kontinuierlich bergauf geht.

Die Wege sind teilweise befestigt, es gibt jedoch auch unbefestigte Waldwanderwege. Die Herausforderung liegt aber eher in der Steigung, als im Zustand der Wege. Trotzdem ist natürlich festes Schuhwerk zu empfehlen, denn Wanderstiefel schützen nicht nur vor Abrutschen, sondern auch vor Umknicken. Man hat jedoch immer die Möglichkeit die unbefestigten Wege zu meiden und stattdessen befestigte Wege zu nutzen.

Das Wetter war an diesem Tag durchwachsen und immer wieder hat es kurz geregnet. Vielleicht war das der Grund, warum ich auf dem Weg nur sehr wenigen Menschen begegnet bin. Lediglich ein paar Mountainbiker und zwei Wanderer habe ich auf dem Weg zum Gipfel getroffen, sodass ich die meiste Zeit die Ruhe und Natur genießen konnte.

Auf dem Weg nach oben läuft man größtenteils durch Wald. Jedoch kommt man immer wieder an Stellen, wo sich der Wald lichtet und man einen schönen Blick über die Umgebung hat.

Am Gipfel des Schauinsland

Am Gipfel wurde es dann doch etwas voller, trotz des eher durchwachsenen Wetters. Offensichtlich nutzen viele Menschen die Seilbahn, um auf den Gipfel zu kommen. Leute die ausgehend vom Gipfel kleine Wanderungen unternehmen, Familien mit kleinen Kindern und natürlich die üblichen Kandidaten mit Bierkasten und lauter Schlagermusik. Allerdings ist das Areal um das kleine Gipfelplateau große genug um sich auch hier ein ruhiges Plätzchen suchen zu können.

Leider war der Aussichtsturm auf dem Gipfel gerade geschlossen. Der Turm überragt die umliegenden Bäume, sodass die Aussicht vom Turm sicher noch ein ganzes Stück spannender ist.

Rückweg vom Gipfel zur Talstation

Mein Rückweg zur Talstation führte ebenfalls zum großen Teil durch Wald. Jedoch kommt man immer wieder an Freiflächen und Wiesen vorbei, besonders gegen Ende des Weges. Hier hat man einen wunderbaren Blick über hügelige grüne Wiesen, bewaldete Berge und Dörfer, die zwischen den Hügeln liegen. So wie man sich den Schwarzwald vorstellt.

Kurz bevor ich wieder die Talstation erreicht habe, führte der Weg unter der Seilbahn entlang, sodass alle paar Minuten eine Gondel über mir vorbeigeschwebt ist, was ich sehr schön anzuschauen fand.

Fazit zum Ausflug auf den Schauinsland

Der Schauinsland ist aus gutem Grund ein stark genutztes Naherholungsgebiet. Trotzdem steht er touristisch etwas im Schatten des größeren Feldbergs. Das Panorama vom Gipfel des Feldbergs ist spektakulärer, ebenso die Wanderwege durch die nicht bewirtschafteten Wälder des Feldbergs. Dafür sind am Feldberg bei gutem Wetter wirklich Menschenmassen unterwegs. Auch auf den unbefestigten Naturwanderwegen ist man kaum eine Minute allein.

Der Blick vom Schauinsland und die Wanderwege mögen weniger spektakulär sein. Dafür sind sie nicht so überlaufen, bzw. man findet immer irgendwo ein ruhiges Plätzchen und eine Wegstrecke wo man relativ allein unterwegs ist. Außerdem hat der Berg mit der Schauinslandbahn und dem Museums-Bergwerk auch etwas für Leute zu bieten, die nicht stundenlang wandern möchten.

Wenn ich nochmal die Wahl habe, zwischen einen Wandertag am Schauinsland und einen Wandertag am Feldberg, ich würde den Schauinsland wählen.

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