Für ein verlängertes Wochenende ging es nach Freiburg im Schwarzwald und da darf natürlich auch ein Besuch des Feldbergs nicht fehlen. Geplant war ein Wandertag auf und um den Feldberg und zum nahegelegenen Feldsee.

Mit einer Höhe von 1493 m ü.NN. ist der Feldberg der höchste Berg Deutschlands außerhalb der Alpen. Er liegt im Südschwarzwald und ist sowohl im Sommer als auch im Winter ein beliebtes Ausflugsziel, bzw. Wander- und Skigebiet. Nahegelegene Orte sind das gleichnamige Feldberg, Titisee und Hinterzarten.

Anfahrt

Da der Feldberg ein beliebtes Skigebiet ist, ist er sowohl mit dem PKW als auch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar. Als Startpunkt für Wanderungen bietet sich beispielsweise die Station der Feldbergbahn an. Hier befinden sich auch die Skilifte, Hotels, Parkplätze und Parkhäuser und eine Bushaltestelle.

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Ich bin mit den öffentlichen Verkehrsmitteln angereist. Von Freiburg ging es mit dem Zug nach Titisee. Von dort dauert es ca. 25 Minuten mit dem Bus, bis zur Haltestelle Feldbergerhof, welche direkt an der Feldbergbahn liegt. Den Großteil der Höhenmeter hat auf diese Weise auch der Bus überwunden.

Wer möchte, kann sich von der Feldbergbahn (eine Kabinenseilbahn) direkt auf den Gipfel bringen lassen. Die Fußwege sind jedoch gut ausgebaut.

Das Gipfelplateau des Feldberg

Wer nur auf den Gipfel möchte, um das Panorama zu genießen, der benötigt nicht einmal besonderes Schuhwerk. Von der Station der Feldbergbahn bis zum Gipfel sind die Wege durchgehend befestigt.

Die gute und leichte Erreichbarkeit des Gipfels ist wahrscheinlich auch der Grund, warum dieser ein beliebtes Ausflugsziel für alle Altersstufen darstellt. Ich war an einem wunderbar sonnigen Tag an einem verlängerten Wochenende am Feldberg. Und ich war beileibe nicht der einzige, der diese Idee hatte.

Tatsächlich war es so voll, dass man einen Großteil der Wege in einer Kolonne gehen musste. Auf dem Gipfel, der eher einem großen Plateau entspricht, verteilten sich die Menschen etwas. Trotzdem ist dies der falsche Ort, wenn man Ruhe sucht.

Der Gipfel des Feldbergs wird heute nicht nur touristisch genutzt. Neben einem alten Funkturm, indem sich heute ein Museum befindet, steht ein neuer Funkturm, eine Wetterstation und ein Wetterradar auf dem Gipfelplateau. Ansonsten ist der Gipfel unbebaut und auch nicht bewaldet.

Da der Feldberg der höchste Berg des Schwarzwalds ist, und die Sicht nirgendwo durch Bäume behindert wird, hat man einen traumhaften Blick über die umliegende Landschaft und den gesamten Schwarzwald.

Rundwanderung zum Gipfel und Feldsee

Ich habe eine Rundwanderung von der Station der Seilbahn, über den Gipfel, zum Feldsee und wieder zur Bahnstation gemacht. Die gesamte Strecke der Rundwanderung betrug knapp 13 km, wobei lediglich 480 Höhenmeter überwunden werden mussten.

Die Wege sind überwiegend befestigt. Es gibt jedoch immer wieder Abzweigungen, die auf Naturwanderwegen durch den Wald und über Wiesen führen. Hierbei handelt es sich um die Highlights der Wanderung. In regelmäßigen Abständen kreuzt man wieder die befestigten Wege. Immer wieder kommt man an Hütten vorbei, die Speisen und Getränke verkaufen.

Wie bereits erwähnt, war es an diesem Tag sehr voll am Feldberg. Das galt sogar für die unbefestigten und schwierigeren Wege. Selbst hier musste man häufig in der Kolonne mitlaufen. Und auch an ruhigeren Ecken konnte man fast überall die Wanderer vor und hinter einem hören.

Auf dem Weg vom Gipfel zum Feldsee kommt man an unterschiedlichsten Landschaften vorbei. Am schönsten sind hierbei die kleinen Waldwege, die durch dicht bewachsenen und unbewirtschaftete Waldteile führen. Immer wieder unterbrochen von Bächen, die den Weg kreuzen (teilweise wurden Holzbrücken und Stege gebaut) oder in kleineren Wasserfällen neben dem Weg herplätschern.

Irgendwann erreicht man den Feldsee, welcher durch Gletscher der letzten Eiszeiten entstand und der höchstgelegene See Deutschlands außerhalb der Alpen ist. Er ist fast kreisrund und wird etwa zur Hälfte von hohen Felswänden eingefasst. Wer möchte, kann den Feldsee auf einem Weg umrunden.

Durch einen urigen Wald geht es vom Feldsee wieder zurück zum Feldbergerhof, wo die Station der Seilbahn liegt.

Bonus: Wanderung vom Feldberg nach Bärental

Da ich nach der Rundwanderung noch nicht müde war und außerdem keine Lust auf den vollen Bus nach Titisee hatte, bin ich noch vom Feldberg in das nahegelegene Bärental gewandert. Bärental ist der nächstgelegene Ort mit einem Bahnhof und knapp 7 km von der Feldbergbahn entfernt.

Diese Wanderung hat sich als echter Glücksgriff entpuppt und scheint ein kleiner Geheimtipp zu sein. Denn auf dem Weg nach Bärental bin ich nur ein paar Mountainbikern und zwei Wanderern begegnet. Nachdem es anfangs noch über befestigte Waldwege geht, wechselt man bald auf einen unbefestigten Naturwanderweg, der direkt nach Bärental führt. Der Weg führt dabei über offene Wiesen, vorbei an Weiden mit Kühen und Kuhglocken.

Immer wieder führt der Weg über Geröll oder überflutete Wiesen. Festes und vor allem wasserdichtes Schuhwerk ist hier auf jeden Fall Pflicht, wenn man den Weg genießen möchte. Da es bereits Abend wurde und ich zügig ans Ziel kommen wollte, habe ich mir leider nicht die Zeit genommen und Fotos von dieser Strecke gemacht, was mich im Nachhinein sehr ärgert. Den rückblickend war dieser Weg mein persönliches Highlight des Tages. Das habe ich zu diesem Zeitpunkt aber leider noch nicht wahrgenommen.

Einen kleinen Nachteil hat der Weg jedoch auch. Über weite Teile der Strecke verläuft eine Straße parallel zum Wanderweg. Nicht immer sieht man die Straße, der Verkehrslärm stört jedoch den Eindruck von unberührter Natur, den man ansonsten genießen könnte.

Vom Bahnhof Bärental kommt man mit dem Zug in einer knappen Stunde zurück nach Freiburg.

Fazit

Am besten kann man die Tour um den Feldberg wohl genießen, wenn man diese an einem Wochentag unternimmt, oder an einem Tag geht, an welchem das Wetter nicht perfekt mitspielt. Ansonsten muss man damit rechnen, dass viele, wirklich sehr viele, Menschen am Feldberg unterwegs sind. Wer Ruhe sucht und die Natur genießen möchte, der sollte den Feldberg am Wochenende meiden.

Der hier beschriebene Rundweg ist nicht schwer zu gehen, für die Waldwanderwege sind jedoch feste Schuhe empfehlenswert, da diese Wege nicht befestigt und teilweise steil und nass sind.

Aufgrund der guten Erreichbarkeit eignet sich der Feldberggipfel jedoch auch für einen kürzeren Familienausflug. Auch dann kann man das spektakuläre Panorama vom Gipfel genießen. Eine Wanderung kann auch kleiner ausfallen und sich auf die befestigten Wege am und um den Gipfel beschränken. Anschließend kann man in einer der Hütte zu Kaffee & Kuchen einkehren. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann den Gipfel auch mit der Seilbahn erreichen.

Damit kann der Feldberg allen etwas bieten und ist nicht umsonst eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region.

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